Unsere Gemeinde unterhält eine Partnerschaft mit der Mara Evangelical Church in Myanmar. 

In dieser Broschüre erfahren Sie Details über die Mara Evangelical Church und ihre Projekte, die wir seit Jahren unterstützen.

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Überblick Maraland und MEC_2020 09.pdf
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In vielen Ländern unserer Welt geschieht unfassbares Unrecht, wüten Bürgerkriege, regiert Terror. Konkret heute: Myanmar ist in großer Not. Was wir in den Medien über von der Militärjunta ausgeübte Gewalt, Folter, Verhaftungen und auch Tötungen erfahren, ist nur die Spitze des Eisbergs dessen was sich zuträgt. Ein hoffnungsvoll begonnener Reformprozess wird zermalmt, Menschen leben in Angst und Schrecken. 

 

Unzählige leiden darunter; auch die Christenheit in diesem faszinierenden, ressourcenreichen, doch gespaltenen und für Mehrheiten armen Land. Die Banken haben geschlossen, Kommunikation wird gesperrt, Teuerung treibt Not hoch, Hunger breitet sich aus.

 

Viele Christen fürchten um ihr Leben fürchten oder sind auf der Flucht sind, auch die Mitglieder unserer Partnerkirche. Dennoch sind sie mutig, sich für das Gute zu vereinen. Dr. Sasa, ein engagierter Christ und als Arzt Wohltäter Vieler - er hat erst in 2020 die politische Bühne betreten - fungiert als Leiter des „Schatten-/Exilparlaments“ und vertritt es bei der UNO. Das Militär bezichtigt ihn wie Aung San Suu Kyi als Hochverräter und sucht ihn, auch in seinem Zufluchtsland, wo er ständig seinen Wohnort ändert.

 

Wir stehen in Kontakt via E-Mail oder per Messenger-Diensten, sofern die mangelnde Internet-Verbindung es zuläßt. Pastorin Mai Ki und Dr. Sasa bitten uns um Fürbitte für ihr Land!

 

Zur aktuellen Lage in Maraland.

1. Die sanitären Kontrollen mit verpflichtender Quarantäne bei der Einreise von außerhalb bestehen nicht mehr. So ist nun die Gefahr groß, dass das Virus doch noch nach Maraland eindringt. Es gibt aber weder Ärzte, noch Krankenschwestern in Maraland, auch keine Möglichkeit zu testen. Gott sei Dank gibt es bisher noch keine Anzeichen von Covid in Maraland. Generell ist im ganzen Land Covid zu einem sekundären Problem geworden, sie wissen nicht mehr, wie weit sie sich auf die offiziellen Zahlen verlassen können. Das Hauptproblem ist der Putsch und die Gewalt der Militärs.

2. In Lailenpi ist es eher ruhig. Es gibt dort keine Demonstrationen. Zahlenmäßig dürfte das „rote Team“ (Anhänger der Demokratie) wesentlich größer sein als das „grüne Team“ (Tatmataw = Militärs).

3. Praktisch alle Zusammenkünfte von Menschen sind verboten, lediglich das „Office Bearer Meeting“ der MEC (Treffen der Leitenden Referenten) ist erlaubt. Gottesdienste mit bis zu 50 Personen sind gestattet.

4. Viele Mara, die in Städten gelebt hatten, kehren in ihre Heimatdörfer zurück. Diejenigen, die in den Städten bleiben, stehen vor großen Problemen, was die Ernährung betrifft. Die meisten von ihnen haben sich im CDM engagiert (und deshalb ihre Arbeit verloren? Mai Ki schreibt das nicht explizit, aber wir vermuten es). Ihr Leben ist nun sehr unsicher geworden.

5. Sasas Eltern und sein Bruder Sakie sind im Ausland in Sicherheit. Auch die meisten Mitarbeiter von Health and Hope Myanmar sind nun im Ausland.

6. Einige Marafamilien sind in den Städten geblieben. Die MEC-Pastoren mit ihren Familien begleiten sie seelsorglich.

7. Das Einkommen der MEC hängt vom Zehnten der Mitglieder ab und ist deshalb ebenfalls stark zurückgegangen.

 

Besondere Gebetsanliegen:

1. Dass es ohne Bürgerkrieg eine neue föderale demokratische Regierung gibt.

2. Überwindung der COVID-19-Pandemie und dass es genügend Impfstoff gibt.

3. Dass Lebensmittelhilfe zur Verfügung steht und die Ernährungsnot überwunden wird.

4. Dass die Kirche weiterhin den Menschen dient, mit oder ohne Geldmittel.

 

 

Über die konkrete Ausgestaltung des Lebensmittelhilfsprojekts sind wir im Gespräch.

 

Ein Vorschlag:

Gott, Du Herr und Vater aller Menschen, wir kommen zu Dir, weil Du die einzige Hoffnung und wahrer Helfer unseres uns allen Lebens bist - und bringen vor Dich die Not von Myanmar. Erbarm Dich über dieses Land mit seinen Reichtümern und doch großer Armut. Wir beklagen das Unrecht der Militärjunta, Verfolgungen, Folter, Tötungen, Unterdrückung von Freiheitsrechten, steigende Armut. Wir bitten Dich um Dein gnädiges Eingreifen.

 

Herr Jesus Christ, wir bringen vor Dich die Lage der Christenheit in Myanmar, gerade da, wo sie unterdrückt, verfolgt und zurück geworfen wird, dass sie auf Dich ihre Hoffnung setzt, der die Welt, auch den Tod überwunden hat. Sei mit allen Menschen guten Willens, Mitgliedern aller Religionen, dass sie sich einen um das Gute zu suchen und zu tun. 

 

Gott Schöpfer, Heiliger Geist, gieß Deine Zuversicht in die Herzen der Menschen von Myanmar aus. Stell schützende Engel vor alle, die für Recht, Freiheit, Unversehrtheit des Lebens eintreten, in der Politik, in Kirchen, im Religiösen, in der Politik. Gib Kraft den Glaubenden, und die Gewissheit, immer in Gott Zuflucht zu finden. 

 

Das bitten wir Dich, der Du die Menschenherzen auch der Mächtigen bekehren kannst. Amen.

 

 

Ein Projekt der Mara Evangelical Church, das unsere Gemeinde seit Jahren unterstützt, ist das von Dr. Sasa gegründete "Health & Hope" Center. Health & Hope (healthandhope.org)