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Jugend-Gottesdienst im Live-Stream

❗Bock auf eine Abwechslung ❓

Ab heute um 19.00Uhr startet unser erster Jugendlivestream über Youtube. Es gibt ein spannendes Thema und Lobpreis darf natürlich auch nicht fehlen. Verpasse kein Video und abonniere jetzt schon unseren brandneuen Kanal 📹 Sei dabei und lasse dir dieses kleine Event nicht entgehen. 

See you there 🙋🏼‍♂️

Bitte schaut in der virtuellen Kirche vorbei, um die nächsten Daten und Links zu sehen!

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Ermutigungs-Wort für den 21. Februar 2021

erster Sonntag der Fastenzeit – 21. Februar 2021

 

 

Einfallsreich Fasten. Ein Küchengespräch mit Jesus

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

es war spät am Abend. Ich war gerade dabei, letzte Handgriffe in der Küche zu machen, als Jesus hereinkam.

Das ist ungewöhnlich.

Normalerweise sitzt der Heiland schon da, wenn ich abends in der Küche nochmal nach dem Rechten sehe. Jesus grüßt müde, lässt sich auf einen Küchenstuhl fallen und seufzt.

„Schweren Tag gehabt?“, frage ich.

„Kann man so sagen“, murmelt Jesus: „Musste die Welt retten. Ein Glas Wein wär‘ jetzt nicht schlecht. Hast Du eine Flasche offen?“

Ich schaue ihn verdutzt an. „Aber Herr“, sage ich, „es ist doch Fastenzeit!“

„Bleib mir weg mit der Fastenzeit!“, brummt der Heiland. „Nichts als Ärger habe ich damit!“

Ich blinzle: „Wie das, Herr? Du hast doch die Fastenzeit gewissermaßen erfunden!“

„Eben drum!“, sagt Jesus. „Seit Tagen muss ich mir im Himmel anhören, dass ihr Christen nicht richtig fastet. Mohammed lässt keine Gelegenheit aus, mich damit aufzuziehen.“

„Mohammed ist bei dir im Himmel?“, frage ich.

„Ja, wo denn sonst?“, entgegnet Jesus. „Neulich kam er zusammen mit Mose bei mir vorbei. Die beiden ärgern mich gerne damit, dass meine Anhänger nicht richtig fasten und dass die Christen den Sinn der Passionszeit nicht verstehen. Mose meint, das sei ein Ausdruck meiner Führungsschwäche. Er würde ja ganz anders durchgreifen. Und Mohammed hat mich zu seinem Führungskräfte-Seminar eingeladen, das er regelmäßig für die Erzengel anbietet. Ich könnte da echt was lernen. Seine Anhänger seien fastenmäßig voll auf Kurs.“

Jesus seufzt.

„Aber Herr!“, widerspreche ich. „Die Christen fasten wie die Weltmeister! Sie fasten Schokolade, Alkohol, Handys…“

„Na, toll!“, unterbricht mich Jesus. „Ihr verzichtet auf Sachen, die euch sowieso schaden! Und dann diese Selbststeigerungsrhetorik eurer Fastenaktionen: Sieben Wochen ‚ohne Blockaden‘, sieben Wochen ‚bewusster leben‘? Für euch scheint Fasten nur noch eine Form von Selbstvervollkommnung zu sein, eine religiöse Überhöhung eurer Konsumkultur!“

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Ermutigungs-Wort für den 14. Februar 2021

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

 

während der Pandemie mussten, müssen wir lernen, die Hoffnung nicht zu verlieren, bei Kräften zu bleiben, seelisch, geistig - Tag für Tag... es ist mühsam, schmerzhaft.

Am Sonntag bekam ich dieses Bild zugeschickt.

 

 

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Wichtige Änderung für Gottesdienste am 7. Februar

ACHTUNG:

 

Aufgrund der zu erwartenden Wetterlage sind die Präsenzgottesdienste in Hordorf und Wendhausen für den 7. Februar 2021 abgesagt. Eine Predigt wird at 9:30 Uhr online gestellt. 

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Ermutigungs-Wort für den 7. Februar 2021

Meine Kollegin möchte am 14.02.2021 einen Themengottesdienst gestalten: In diesem Jahr fällt der Valentinstag auf einen Sonntag. Es ist unschwer zu erraten, welchem Leitwort sie folgen wird. Genau, „Liebe“ wird das Thema sein: Lieder, Gebete, Bibelworte … - „Na, fällt dir spontan ein Liebesgedicht ein?“, hat sie mich gefragt. – Meine Antwort: „Bert Brecht hat sehr schöne Liebesgedichte geschrieben.“  – Was hätten Sie geantwortet? Haben Sie ein Liebeslieblingsgedicht?

 

Morgens und abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.

Darum gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.
                                      

 

                                      B. Brecht

 

Schauen wir auf den kommenden Sonntag. Dieser trägt den Namen „Sexagesimae“. Es ist eine Zeit- und Zahlenangabe: In ca. 60 Tagen feiern wir Ostern. Für das Ermutigungswort habe ich mir den Wochenpsalm ausge-wählt, und zunächst spiele ich ein bisschen mit Zahlen. Im Gottes-dienst am Sonntag werden Verse aus Psalm 119 gelesen. Der zu lesende Textab-schnitt lässt nicht erkennen, dass Psalm 119 der längste Psalm der Bibel ist. In einer besonderen Kunstform ist er geschrieben, ein sog. Alphabetspsalm: Der erste Vers beginnt mit „Aleph“ und der letzte mit  „Taw“, alle 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets werden der Reihe nach durchbuchstabiert. Sieben Psalmen im Psalter sind so komponiert, die Besonderheit von Psalm 119 liegt darin, dass jeder Buchstabe eine Strophe mit acht Versen bildet. Insgesamt: 176 Verse. Meine Lesezeit hat ca. 9:30 Minuten betragen. ( - Wie lange lesen Sie?)

 

Salopp gesagt, der Psalmbeter hat viel zu erzählen. Form und Inhalt passen zusammen: von „A“ bis „Z“, alles, was ihm widerfährt, das ganze Leben kommt zur Sprache: Glück und Leid, Freude und Frust, Lachen und Weinen, Hoffnung und Angst, Bitten und Flehen in der Not, Dank für Hilfe und immer wieder Gotteslob. Ein reicher Erfahrungsschatz. Eröffnet wird die Perspektive guten Lebens und Zusammenlebens. Dazu braucht es  verbindliche Verabredungen (in der Sprache des Psalms: Anweisung, Gebot, Gesetz, Ratgeber, Rechtsordnung, Richtschnur, Verheißung, Vorschrift, Weg der Wahrheit, Weisung, das Wort ...), die getroffen werden müssen und zu achten sind, um Lebenschancen zu eröffnen und denen Schutz zu geben, die schutzlos sind. Der Psalmbeter plädiert für Recht und Gerechtigkeit. Doch er ist sehr weit davon entfernt, ein politisches Programm zu entwerfen. Seine Gedanken kreisen um „das Wort“. Wieder und wieder, in neuen Anläufen und Runden.

(Das Mitlesen ist es ganz schön mühsam, und vielleicht ertappen auch

Sie sich dabei, wie schnell  die eine und andere Zeile übersprungen ist).

 

Für heute wähle ich nur einen Vers aus: DEIN Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ (Psalm 119,105)

 

Ein Satz reicht, um das Besondere des Psalms zu erkennen: die Zwiesprache – Der Beter spricht mit Gott, vor IHN bringt er sich und sein Leben. Er hört, erfährt „das Wort, das er liebhat“ (Verse 97.113.163.165). 

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