Ermutigungs-Wort für den 24. Januar 2021

Es werden kommen von Osten und Westen,
von Norden und Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.

(Lukas 13,29)

 

 

 

Wort zum 3. Sonntag nach Epiphanias
(24.01.2021)

Liebe Leserinnen und liebe Leser!

 

Das neue Jahr beginnt, wie das alte zu Ende gegangen ist. Seit vielen Wochen steht das Leben wieder still, und wir sind mit unseren Sorgen und Ängsten zu Hause. Wir sollen zu Hause bleiben, und es ist auch nötig, damit eine unkontrollierte Ausbreitung der Infektionen endlich gestoppt wird, damit alle, die krank werden, die bestmögliche Hilfe bekommen und nicht in überfüllten Krankenhäusern auf eine gute und rechtzeitige Behandlung warten müssen. Das ist bisher gelungen. Aber dafür steht das gesellschaftliche Leben auch still und wird noch viele Woche stillstehen. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, so hören wir es jetzt immer häufiger. Dies wird zu einem Slogan, der uns Mut macht und Zuversicht schenkt. Denn es gibt einen Impfstoff und es werden viele und immer mehr Menschen geimpft. Das braucht seine Zeit. Viele werden ungeduldig. Der Drang wird immer stärker, hinaus- und auszugehen und sich mit Freunden zu treffen. Der Wunsch, einfach einmal wieder zum Friseur zu gehen, durch die Geschäfte zu bummeln oder ins Kino zu gehen, wird größer.

Es ist der mehr als verständliche Wunsch nach Teilnahme am Leben, nach dem alten, normalen Leben, nach dem Leben selbst. Aber ob es das so wieder geben wird? Wird nicht das neue „normale“ Leben nach Corona ein anderes sein – trotz Impfung? Jetzt ist es wichtig, weiterhin alles dafür zu tun, damit die Zahl der Neuinfektionen hoffentlich bald sinkt. Wir werden wohl noch längere Zeit Mundschutz tragen und Abstand halten müssen. Wir brauchen noch Zeit und Geduld. Und wir brauchen jemanden, der es gut mit uns meint, der uns Gutes zuspricht und tut, der barmherzig ist.

Als Christen vertrauen wir auf Gott, wie ihn Jesus uns gezeigt hat. Gott sieht die Not der Menschen und auch unsere Sorgen und Ängste in dieser Welt.

Voll Liebe schaut er uns. Gerade dadurch eröffnet er eine neue Zukunft. Er lässt uns nicht fallen. Das wird in dem Wochenspruch für die kommende Woche beschrieben. „Es werden kommen von Osten und Westen, von Norden und Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“ (Lukas 13,29). Jesus hat uns das Reich Gottes beschrieben. Er hat uns eine schöne, aber doch ferne Vision gegeben vom Reich Gottes als einem Ort der Nähe Gottes, als einem Ort der Erlösung und des Heils. Das Reich Gottes ist für uns ein Sehnsuchtsort, an dem alles irdische Leid überwunden ist und endlich Friede herrscht, ein Ort, an dem wir unsere Toten bei Gott geborgen wissen.

Das Reich Gottes ist da, wo sich Gottes Wirklichkeit und unser Leben treffen, wo wir mit Gott in Berührung kommen, wo Gottes Liebe ist.

Jesus Christus zeigt uns, dass Gottes Liebe und Zuwendung uns allen gilt. Gottes Liebe kennt keine Schranken und Grenzen.

Das schenkt Vertrauen für eine neue, eine andere Zukunft. Amen!

Bleiben Sie behütet!

 

Herzlichst Ihr

 

Ulf Stoischek

 

Pfarrer in Schandelah, Gardessen, Veltheim und Schulenrode

Poststraße 4, 38162 Cremlingen OT Schandelah,

Tel.: 0 53 06 – 970 216, E-Mail: ulf.stoischek@lk-bs.de

 

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